Datenrettung selbst gemacht?!


 Patrick Doerrich|  August 30, 2016|  Keine Kommentare|   Lesedauer: 2.87 min.
Service bei Datenrettung

Datenrettung selbst gemacht – „No Risk, no Fun“. So oder so ähnlich könnte das Motto vieler Nutzer digitaler Endgeräte sein. Immer wieder stoßen wir im Netz auf die zur Zeit allerorten dermaßen beliebten Do It Yourself-Anleitungen. So genannte Life-Hacks, früher als der gute Trick 17 bekannt, versprechen jedem Laien, selbst Hand anlegen zu können. Dies gilt für handwerkliche Tätigkeiten im Haushalt, wie auch für die Kreation kulinarischer Höchstleistungen. Auch für die Reparatur und den adäquaten Umgang mit elektronischen Geräten werden wahre Wunder versprochen. Diese DIY-Anweisungen sollen den Experten nicht nur in den Schatten stellen, sondern sogar völlig überflüssig machen. Sicherlich sind die witzigen Kurzvideos und Bastelanleitungen ganz unterhaltsam. Doch es sei Ihnen versichert: In der Regel hat es einen Grund, warum in bestimmten Sparten ausgebildete Profis arbeiten.

Bequemlichkeit verschlimmert die Ausgangslage

Die häufigsten Beweggründe dafür, selbst einen Versuch zu unternehmen, wenn es um bestimmte Unterfangen wie Datenrettung oder Wiederherstellung dieser geht, sind die Faktoren Zeit, Geld oder eben Bequemlichkeit. Man scheut die womöglich entstehenden „Umstände“, wenn man sich aufmacht, um einen Spezialisten zu beauftragen. Eine Videoanleitung mit einem Tutorial zum Thema Datenrettung selbst gemacht scheint da geradezu willkommen, kann jedoch letztlich einen wesentlich größeren Schaden verursachen, als er ursprünglich vorlag.

Halbherziger Lösungsansatz: Recovery Software

Zur Zeit kommen regemäßig neue Recovery Softwares auf den Markt, die als erste Hilfe im Falle von Datenverlust entwickelt werden. Die Datenträger werden hier gescannt und gezielt nach Daten gesucht, welche Beschädigungen aufweisen oder beispielsweise im Zuge einer Formatierung gelöscht wurden. Auch bei Befall des Betriebssystems durch Viren oder durch Softwarefehler wird Abhilfe versprochen. Diese werden teils als kaufpflichtige Ware angeboten, teils stehen sie frei als Download zur Verfügung. So verheißungsvoll diese Angebote auch sind, so ist doch die Erfolgsaussicht eher mäßig. Sicherlich können einige Daten auf diesem Wege wiederhergestellt werden. Insbesondere dann, wenn präventiv Maßnahmen zur Sicherung der Daten im Vorfeld ergriffen wurden. Generell hängt dies aber davon ab, welche Ursache der Datenverlust hat.

Datenrettung selbst gemacht ist keine Alternative

In wirklich schwerwiegenden Fällen, wie beispielsweise Datenkorruption basierend auf Schäden in der Soft- oder Hardware, werden Sie leider Ihre Situation eher verschlechtern als bessern. Eine falsch angelegte Rettungsmission geht erfahrungsgemäß nach hinten los. Häufig haben wir von Dörrich Datentechnik Privatpersonen als Kunden, die schon jede Menge Geld, Zeit und vor allem Nerven investiert und die Hoffnung auf Wiederherstellung und Sicherung Ihrer Daten bereits beinahe aufgegeben haben.

Datenrettung ist ein hochkomplexer Prozess, der gelernt sein will. Neben speziellen Kenntnissen über die Eigenheiten eines jeden Bauteils eines Datenträgers müssen sowohl Wissen über die exakte Funktionsweise als auch das nötige Fingerspitzengefühl vorhanden sein. Zudem muss das richtige Werkzeug benutzt werden und in der Regel ist eine staubfreie Arbeitsumgebung erforderlich. Es handelt sich im übertragenen Sinne um eine Operation am offenen Herzen – würden Sie diese von einem Autodidakten nach einem Video-Tutorial durchführen lassen? Wenn Sie kein Gefahrensucher sind, lassen Sie lieber einen Experten ran!


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