Nichts hält für die Ewigkeit, oder: Die kurze Lebensdauer von Speichermedien


 Martin Wirth|  September 27, 2016|  Keine Kommentare|   Lesedauer: 2.89 min.
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Mit der Zeit sammelt sich in den meisten Haushalten so einiges an Speichermedien an. Mal befinden sich hier eher wichtigere oder eben unwichtigere Daten gespeichert. So war es vor einigen Jahren beispielsweise üblich, Dokumente und ähnliches auf USB-Sticks zu sichern. Es gab Standrechner, die nur mit Mühe portabel waren, und selbst die Laptops eigneten sich nur bedingt, um mal eben digitale Informationen mitzunehmen. Einigen Lesern mag der Begriff „Schlepptop“ in den Sinn kommen, der uns bei heutigem technologischen Stand nur noch ein mildes Lächeln aufgrund nostalgischer Erinnerungen abringt.

Höher, schneller, weiter: Rasante Entwicklung

Inzwischen beinhalten unsere Smartphones mehr oder weniger komplette Rechner, die meisten Menschen sind zudem in Besitz eines Tablets und diverser anderer Geräte, auf denen wir unsere Daten speichern, verwalten, teilen und präsentieren. So intelligent diese Vernetzungsmöglichkeiten auch sind, birgt die Schnelllebigkeit sowie die tägliche Datenflut durch alle Kanäle ein gewisses Risiko, was nachhaltige Sicherung sensibler Daten angeht. Gemeint ist an dieser Stelle nicht die Gefahr von außen, die uns ständig durch Cyberattacken und Hackerangriffen droht. Vielmehr geht es darum, dass wir unseren Daten gegenüber unaufmerksam werden: Ist eines unserer Geräte beschädigt, ist es schnell durch ein neues ersetzt. Aber Vorsicht! Wissen Sie, wo sie Ihre Dateien von vor sechs Jahren gespeichert haben? Befanden sich evtl. Fotos Ihrer Kinder oder wertvolle Dateien wie eine Abschlussarbeit auf einem dieser Datenträger?

Begrenzte Lebensdauer von Speichermedien kann zum Verlust wertvoller Daten führen

Sicherlich ist auch bei Ihnen das ein oder andere Medium in Vergessenheit geraten. Falls Sie nicht rechtzeitig eine BackUp Ihrer Daten erstellt haben, kann das fatale Folgen haben. Denn auch Speichereinheiten haben nur eine bestimmte Lebensdauer. Äußere Einflüsse wie Lagerbedingungen und beispielsweise starke Temperaturschwankungen können gerade bei Speichern mit Chips und Scheiben wie CDs u.ä. für ein schnelles Erreichen des Haltbarkeitsdatum führen. Entgegen der allgemeinen Meinung sind modernere Speichermedien um einiges anfälliger, als die Medien vor einigen Jahrzehnten. Ein simples Beispiel, das jedoch nicht pauschalisiert werden sollte, sind Schallplatten und Dias. Während diese noch heute lesbar sind, zählen gerade die eingangs erwähnten USB-Sticks zu den kurzlebigsten Speichermedien überhaupt. Je nach Bauweise gibt es enorme Unterschiede, was die Funktionstüchtigkeit und Lebensdauer von Speichermedien angeht. So sind einige Systeme relativ ausfallsicher und überdauern zahlreiche Jahre. Wiederum andere Medien gelten als äußerst empfindlich.

Ein weiterer Grund für einen Datenverlust oder einen Ausfall kann in der Tatsache begründet liegen, dass aufgrund der verwendeten Technik schlichtweg nur eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen möglich ist. Egal für welches Medium Sie sich also entscheiden, um Ihre Daten zu sichern. Sind Ihnen Ihre alten oder aktuellen Daten lieb und teuer, sollten Sie dafür sorgen, dass diese sich nicht nur auf einem Datenträger befinden. Denn seien Sie versichert: Die Lebensdauer von Speichermedien ist begrenzt. Sorgen Sie also dafür, dass Ihre Daten in Form eines BackUps oder einer (professionellen) Langzeitarchivierung nachhaltig gesichert werden, bevor es zu spät ist. Im Notfall kann nur noch ein Spezialist für Datenrettung versuchen zu retten, was zu retten ist.


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