Sind Clouds die besseren Datenspeicher?


 Martin Wirth|  Mai 3, 2017|  Keine Kommentare|   Lesedauer: 3.01 min.

 

cloud-computing – © Torbz / fotolia.com

 

 

Sind Clouds die besseren Datenspeicher? Diese Frage kann man mit einem klaren Jein beantworten. Denn, wie bei allen anderen Speichermedien auch, hat auch diese Methode zur Datensicherung klare Vor- und Nachteile, die gegeneinander abgewogen werden sollten.

Grundsätzlich funktioniert eine Cloud ausschließlich als virtueller Speicher von Daten. Technisch gesehen wird im Rahmen vom so genannten Cloud Computing eine IT-Infrastruktur über ein Netzwerk verfügbar gemacht. Der Speicherplatz muss also auf dem lokalen Rechner weder installiert werden noch geht hier Speicherplatz auf den Festplatten verloren. Cloud Computing umfasst dennoch alle Facetten des Dienstleistungsspektrum der Informationstechnik. Das heißt, es wird nicht nur Speicherplatz zur Verfügung gestellt, sondern auch die Infrastruktur für Software und Plattformen.

Hier werden vier verschiedene Cloud Computing Varianten unterschieden:

– Public Cloud (öffentlich)

– Private Cloud (privat)

– Hybrid Cloud (individuelle Kombination von öffentlich und privat)

– Community Cloud (Nutzung eines bestimmten Nutzerkreises)

Vorteile dezentraler Cloud Speicher

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Ein Zugriff ist unabhängig vom Endgerät möglich und Daten können ohne Aufwand anderen Personen zugänglich gemacht werden. Außerdem muss kein großer Speicherplatz vor Ort angeschafft werden und die Daten können schnell und unkompliziert gespeichert und verwaltet werden. Bei Bedarf auch von Dritten. Zudem ist ein wirklich entscheidender Pluspunkt, dass in durch die Nutzung von Cloud Computing Risiken, die als Ursache für Datenverlust gelten, ausgemerzt werden: Keine begrenzten Schreibvorgänge und keine physischen Schäden an den Speichermedien stellen hier eine Gefahr dar.

Risiken: Die meisten Clouds sind ungeschützt

Allerdings gibt man gewissermaßen die eigenen Daten aus der Hand. Der ungewünschte Zugriff auf einen klassischen Datenträger wie – ganz zugespitzt – einem USB-Stick ist doch weniger wahrscheinlich, als ein Hackerangriff im World Wide Web. Inzwischen warnt sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Untersuchungen zufolge haben mehr als 20.000 Clouds in Deutschland nicht unerhebliche Sicherheitslücken. Hierbei handelt es sich wider Erwarten nicht nur um privat genutzte Clouds, sondern auch um solche, die sensible Daten sichern. Die Liste umfasst große und mittelständischen Unternehmen, öffentliche und kommunale Institutionen sowie Berufsgruppen wie Ärzte oder Rechtsanwälte, deren Akten ein streng gehütetes Geheimnis zum Schutze aller Klienten sein sollten. betrieben werden. Hierbei handelt es sich um ein klares Sicherheitsmanko, das Hacker geradezu einlädt, Daten und Dokumente zu manipulieren, zu klauen oder ggf. je nach Inhalt zu veröffentlichen.

Vor- und Nachteile abschätzen – Cloud als sinnvolle Ergänzung

Die Ursachen hierfür sind oft banal: Keine oder eine minderwertige Verschlüsselung, veraltete Softwareinstallationen und Sicherheitsprotokolle, die missachtet werden. Updates können hier genauso helfen sowie regelmäßige Nutzung von Virenscannern und Überprüfung der Sicherheitsverschlüsselung. Die Nutzung von Cloud Computing ist also äußerst praktisch, wenn man sich der Risiken bewusst ist und diese einzuschätzen weiß. Wem klar ist, welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden können und sollten, kann seinen persönlichen Nutzen aus dieser Methode der Datenverwaltung ziehen. Allerdings ist die Cloud wohl doch eher als Ergänzung denn als Ersatz für klassische Datenträger zu sehen. Alleine schon deshalb, weil Rechner ohne einen Grundstock an Datenträgern nicht funktionieren – und man diese zudem offline nutzen kann.

 


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